Ratgeber für Verkäufer

Restposten verkaufen: Ratgeber für Firmen und Händler

Ware, die im Lager liegt, kostet: Sie belegt Platz, verliert mit der Zeit an Wert und bindet Geld, das anderswo arbeiten könnte. Oft ist der schnellste Weg, sie loszuwerden, der Verkauf als ganzer Posten – an andere Händler, Wiederverkäufer oder professionelle Restpostenkäufer.

In diesem Ratgeber finden Sie praktische Tipps für ein Inserat, das Anfragen bringt: die richtige Kategorie, Titel und Beschreibung, Menge und Preis, gute Fotos und der Umgang mit Anfragen.

Was sich als Restposten verkaufen lässt

Fast alles, was Sie in grösserer Menge haben und im Einzelhandel nicht mehr absetzen:

Je einheitlicher und genauer beschrieben der Posten ist, desto leichter findet sich ein Käufer.

Die richtige Kategorie wählen

Die Kategorie ist der erste Filter der Käufer. Auf Depona gibt es:

Produktkategorie oder «Konkurse & Geschäftsaufgaben»? Wenn Sie nur eine Warenart verkaufen, zum Beispiel 800 Jacken, wählen Sie die Kategorie des Produkts: Dort sucht, wer diese Ware kaufen will. Konkurse & Geschäftsaufgaben eignet sich, wenn Sie einen Betrieb mit unterschiedlicher Ware und Ausstattung auflösen oder wenn die Liquidation selbst die wichtigste Information ist.

Ein Titel, der auffällt

Der Titel ist das, was man in der Liste der Inserate sieht. Eine bewährte Formel:

Was + Menge + wichtigstes Detail

❌ Wenig wirksam✅ Wirksam
SchuhePosten 1’200 Paar Damenschuhe, Kollektion 2024
Möbel zu verkaufenKomplette Büroeinrichtung für 40 Arbeitsplätze, sehr guter Zustand
Stoffe an Lager620 kg Merino-Garn, 38 Farben, auf 1-kg-Konen

Verzichten Sie auf Grossbuchstaben und Ausrufezeichen: Sie bringen nicht mehr Aufmerksamkeit und wirken weniger professionell.

Die Beschreibung: Was hineingehört

Wer einen Posten kauft, will in wenigen Sekunden wissen, ob er passt. Geben Sie an:

Schreiben Sie direkt und ehrlich. Ein offen genannter Mangel erspart unnötige Verhandlungen und schafft Vertrauen.

Menge und Preis

Ins Feld Menge gehört die Angabe, die den Käufer interessiert: «1’200 Paar», «3 Paletten», «450 kg», «40 Arbeitsplätze».

Wählen Sie beim Preis die Einheit, die für die Ware am natürlichsten ist: pro Posten (alles zusammen), pro Stück, pro kg oder Tonne, pro Meter oder m², pro Palette.

Preis angeben oder «Preis auf Anfrage»? Ein Preis – auch als Richtwert – hilft Käufern, sofort zu entscheiden, ob sie Sie kontaktieren, und bringt in der Regel mehr Anfragen. «Preis auf Anfrage» ist sinnvoll, wenn der Wert stark von der abgenommenen Menge abhängt oder der Posten sehr gemischt ist.

Die Fotos

Sie können bis zu 6 Fotos hochladen; das erste ist das Titelbild in der Liste. Eine gute Reihenfolge:

  1. Übersicht über den ganzen Posten, damit man die Menge einschätzen kann;
  2. ein Artikel aus der Nähe;
  3. Etiketten und Marken;
  4. Verpackung oder Paletten;
  5. allfällige Mängel;
  6. der Abholort, falls hilfreich (zum Beispiel die Laderampe).

Fotografieren Sie bei Tageslicht vor einem aufgeräumten Hintergrund und verwenden Sie keine Bilder aus dem Internet: Käufer wollen Ihre Ware sehen. Um die Dateigrösse müssen Sie sich nicht kümmern: Die Bilder werden beim Hochladen automatisch verkleinert.

Nach der Veröffentlichung

Sicher verhandeln

Auf Depona verhandeln Sie direkt mit dem Käufer. Einige Grundregeln:

Häufige Fragen

Was kostet ein Inserat?
Nichts: Das Inserieren ist kostenlos, und Depona verlangt keine Provision auf den Verkauf.
Wie lange bleibt das Inserat online?
90 Tage. Vor Ablauf können Sie es unter «Mein Konto» mit einem Klick verlängern.
Wer sieht meine Kontaktdaten?
Im Inserat erscheinen Name, Firma und – falls angegeben – die Telefonnummer. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt: Interessenten schreiben Ihnen über das Kontaktformular, und die Nachricht landet in Ihrem Postfach.
Kann ich das Inserat nachträglich ändern?
Ja, jederzeit: Text, Preis, Menge und Fotos.
Kann ich auch nur einen Teil des Postens verkaufen?
Ja. Vermerken Sie das in der Beschreibung und passen Sie die Menge laufend an.